He is de eenzigste van sien Volk un Land, de uns DIESEL betreckt un van Begünn an haast regelmatig ok dat Sülvenraadsel „Driest noch wat tolehren“ lösen deit un uns sien Kaart stüürt.
„Gien Problem!“, lett he weten. Waarum? Daarover later.
He wurr an de 29. Märt 1924 in Ski, südoostelk van Oslo, geboren. Björn Bunaes sien eerste Frömdspraak weer Düütsk. De lehrde he al in de Volksschool. In de Middelschool keem denn Engelsk daarto.
Sien Ollen hullen vööl van Reisen, un so kregen ok de Kinner daar Pläseer an un Jank na. As al sien Vader, verbroch Björn sien Beroopsjahren in Staatsdennst un hett daarin – buten de private Tochten – haast de hele Welt kennenlehrt. He hett mi nu en Upstellen tokomen laten un 95 Leden van de Vereente Nationen upschreven, de he besöchde.
Ja, un in Oostfreesland hett he, sotoseggen, en tweede Heimat funnen! Fründskupp mit Familie Johann Gerdes ut de Mörkeweg in Auerk; van een van de sien Jungse is he Vadder. Fründskupp ok mit Harm Henkel in Wallinghusen. Ja, un bi uns in de Fasanenweg weer he ok up Visite, un in dat Plattdüütskbüro van de Oostfreeske Landskupp, un van daar bleev en lange Kuntakt mit Johanne Agena in Egels.
In een Sömmer weer he hier stüttig mit sien Rad unnerwegens un leet in Oostfreesland sowat 1100 Kilometers achter sük.
Un denn hett hum uns oostfreeske Platt dat andaan!
He hört dat geern un versteiht alls!

Up sien Boord in Horten hett he de Woordenboken van Byl/Brückmann un van Gernot de Vries stahn. Vööl van uns Taal lehrde he ok van de genöömte Familien hier. Un bi Johann Gerdes beleevde he, dat de mit Iever un groot Pläseer de Sülvenraadsels in DIESEL lösen dee, un denn wurr hum düdelk, dat heel vööl Woorden haast gliek weren mit de in sien noorweegske Modertaal. Un denn hett he mi en Liste upschreven, man so ut de Kopp, de disse Taalverwandtskupp düdelk maakt.
Ik griep daar man even dissen ut, ut sowat 120, un ik laat in Haakjes sehn, wo de in Noorweegsk schreven worden:
Wien ( vin); Wiev ( viv); Wieser van en Klock ( viser); moodwillig ( motvillig); Mudder ( mudder); Krübbe ( krybbe); Bookhannel ( bookhannel); Spieker ( spiker); flietig ( flittig); schofel ( sjofel); Egenskupp ( egenskap); Fürtoorn ( fyrtarn); Fredag ( fredag); swellen ( svelle); Weertshuus ( vertshus); Liekdoorn ( liktorn).

Björn Bunaes hett mi daarmit heel neeisgierig ( nysgjerrig) maakt, un ik hebb mi ut de Langenscheidts-Riege de Band mit Noorsk – Düütsk köfft. Bi ’t Lesen daarin is mi de Verwandtskupp tüsken Bunaes sien Moderspraak un mien Oostfreesk overdüdelk worden! Ja, uns Oostfreesk is en old Lidd van en heel grote Taalfamilie! Dank an Björn Bunaes ok för dit Weerentdecken!
Johannes Diekhoff

Written on Juli 3rd, 2007 , Diesel Info, Diesel Texten, Oostfreeske Taal

De Oostfreeske Schrieverskes un Schrievers sünd an d’17. Märt un 5. Mai .2007 weer in ‘t Europahuus in Auerk binannerween. Daarto kunn de 1. Vörsitter Hermann Manot 26 un 30 Leden begröten. Dat geev weer veel to vertellen un to besnacken:

Rüdiger Rose ut Wilhelmshaven is as neei Lidd in uns Koppel upnamen worden. He schrifft hoog- un plattdütsk Vertellsels un Riemels un hett al lang bi uns mitwarkt.
De eerste Wilhelmshaven-Krimi hett Christiane Franke (se leevt in disse Stadt) schreven un vörstellt.
Van Marianne Brückmann un Anne Galle gifft dat nu een Spegelplaat up Hoog- un Plattdüütsk.
Regine Kölpin weer in Portugal un hett daar in en Kloster hör Krimis un Strandkörv-geschichten vorleest.
För Jungschrieverkes un Jungschrievers (14 – 20 Jahr old) will de Warkkoppel en Schrievwettstried veranstalten. Hoog-un plattdütsk Vertellsels un Riemels könt an uns Warkkoppel schickt weren. As Pries sünd Geld un Böker vörsehn un för de best Schrievers gifft dat daarto noch en Seminar. Hermann Manot, Gitta Franken, Regine Kölpin, Annegret Neunaber un Gerd Constapel bringt de Wettstried up ‘t Padd un kümmert sük üm de Bewertung.
Anner Jahr ward de Warkkoppel 25 Jahr old. Dat schall an de 14. un 15. Juni 2008 in Auerk fiert weren. Vörslaan sünd för Saterdag Schaufensterlesungen un Sönndag en Bootsfahrt mit Lesungen un Musik. Ok en Festschrift schall rutgeven weren.
De Warkkoppel hett för dat Jubiläum Lü utkeken, de sük üm de Verloop van de Fier kümmert: dat sünd Grieta Bottin, Christa Bruns, Hermann Manot, Hans-Hermann Briese un Andreas Dellwig. Se laat sük bestimmt noch mehr infallen.
Carl-Heinz Dirks geev bekannt, dat de Diesel-Verlag to dit Jubiläum woll en Book rutgeven will. To en vörslaan Thema könt all Schrieverkes un Schrievers van uns Warkkoppel platt- of hoogdüütsk Vertellsels of Riemels schrieven .
De Texten moot bit an ‘t Enn van ‘t Jahr bi d’ Diesel-Verlag ween. Schrievers maakt jo an ‘t Wark!
Hans-Hermann Briese hull in d’ Märt en lütten Vördrag: „Am Leichenstein einer geliebten Sterbenden“. Daarbi hannel sük dat üm en Artikel ut en Bladd van 1846. Dat dreih sük üm die plattdüütsk Spraak, de domaals al doodseggt worden is un doch alltied noch leevt.
In en Vördrag van Udo Brandes ut Ollnborg gung dat üm „Kreativität“. He vertell uns, wat man all doon kann, üm en goden Text to schrieven.
An beid Daag wurren in twee Koppels (Hoog un Platt) egen Texten to dat Thema „Auf der Autobahn / Up de Autobahn“ (24. März 2007) un „Nebel / Daak“ (5. Mai 2007) leest un besnackt. Dat is en good Saak. Daarbi lehrt wi vannanner. “Nacht-unNevel-Texten sünd natolesen in DIESEL 61.
08. September draapt wi uns weer in Auerk in ‘t Europahuus.
Dat Thema för dat Binannerkomen is: „Großeltern und Enkel / Oma, Opa, wat meenst du?“
Bit Annermaal: Jo Annegret Neunaber

Written on Juli 2nd, 2007 , Diesel Info, Ostfriesische Autoren

Unner dat Motto °60 – Bevensen blifft. Bi disse 60. Dagfahrt geiht das besünners um Literatur för Kinner un jung Lü, daar to word för ‘t eerste Maal de “Lüttjepütt-Pries van de Neddersassische Spaarkassenstiften” utgeven. Un de Nörder Spööldeel spöölt daar nochmaal hör Stück “Schörengericht”. Ji könen sülvst lesen “Up de Kist”, Ji könen wat tolehren bi de Kritiker-Runn van ‘t Klaverbladd, Ji komen mit heel vööl plattdüütse Minsken tosamen. Ji mutten komen.

An d’ Sönndagmörgen word de Lüttjepüttpries van de Nedersassische Spaarkassenstiften utgeven, de geiht an Birgit Lemmermann. För hör neei Book – dat eerst ind’ September up de Markt is – “Ebbe un Hehn”. En Book, waar dat um ‘n Jung geiht, de so langsaam ut de Kinnertied rutwassen deit, he kickt torüg un na vörn un na en Wicht (Deern), un he sitt up ‘n Boot, mit sien Moder un de hör neje Fründ un ‘n Koppel Höhner… Na uns Weten dat eerste Book, wat junge Lü, de keen KInner mehr sünd, geeeern up Platt lesen willen.

Kiek ok maal bi www.emil-online.de

Written on Juli 1st, 2007 , Bevensen Dagfahrt, Diesel Info, Priesen

Dat is ‘n Projekt van Carl-Heinz Dirks. De 100 moiste plattdüütse Gedichten ut Oostfreesland in een Book binannerbrengen.

Dat geiht neet sünner Hülpe. He hett twalv kloke Lü fraagt, of se hum wall helpen kunnen un ‘n Rierge Dichterslü nömen, un dat hebben de daan. Un ok in DIESEL wurr upropen, Schrieverlü of Gedichten to nönmen, un ok daar kwamm Antwoord.

Nu is he haast klaar, de Band mit de 100 moiste oostfreeske plattdüütse Gedichten. Man haast, dat heet: hel noch neet. Un well noch ‘n Dichter of ‘n Gedicht kennt, dat daar driest mit in mutt, de sall sük mellen…

Written on Juli 1st, 2007 , Diesel Info, Ostfriesische Autoren

Seit dem 22. November letzten Jahres spricht im Kindergarten Klecks im Conrebbersweg in Leer eine Erzieherin konsequent Platt und wird – nach nur fünf Monaten – von allen Kindern schon recht gut verstanden. Und weil diese Erzieherin aus methodischen Gründen nicht auf Hochdeutsch reagiert, fangen die Kleinen ganz selbstverständlich an, selbst auch Plattdeutsch zu sprechen.

Für Waltraud Theermann ist Plattdeutsch ihre Muttersprache. Sie hält nichts von halben Sachen. Als sich das Klecks-Kindergartenteam nach eingehender Beratung mit Cornelia Nath vom Plattdütskbüro der Ostfriesischen Landschaft entschlossen hatte, frühe Mehrsprachigkeit und somit Plattdeutsch als zweite Alltagssprache in das pädagogische Konzept aufzunehmen, stellte sie ihre gesamte Kommunikation auf Plattdeutsch um: mit den Kindern, mit den Kolleginnen und auch mit den Eltern.

Doch was tun, wenn ein Elternteil oder ein neu hinzu gekommenes Kind sie nicht versteht? Dann übersetzt beispielsweise die Kollegin Beate Teupe, die ebenfalls Platt kann, im Sprachkonzept des Kindergartens aber den hochdeutschen Part versorgt. Oder es übersetzt ein Kind, das schon alles versteht. Die 20 Klecks-Kinder helfen sich auch untereinander bei neuen Wörtern. Die kleinen „Übersetzer“ bekommen hierdurch viel Anerkennung und werden in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt.

Die Leiterin des Kindergartens, Olga Farr-Wodak, ist von der Wirkung der bilingualen Methode beeindruckt. Nach nur fünf Monaten ist deutlich erkennbar, dass die Kinder Hochdeutsch und Plattdeutsch vergleichen und dabei anfangen, sprachanalytisch zu denken. Sie erkennen Regeln und übertragen diese auf neue Wörter.

Waltraud Theermann macht auch in den Kleingruppen plattdeutsche Angebote. Hier ist der Spracherwerb besonders intensiv. Vier Kinder im Klecks haben eine andere Muttersprache als Deutsch und kommen mit der zusätzlichen (dritten) Alltagssprache fast noch besser zurecht als die einsprachig hochdeutsch aufwachsenden Kinder. Außerdem kommt für einige Kinder zweimal pro Woche eine Sprachbegegnung mit Englisch dazu. Das Ergebnis: die Kinder sind sprachlich bewusster geworden und lernen spielend, mit all diesen Sprachen umzugehen.

Besonders gut wird die zweite Sprache gelernt, wenn sie mit Bewegung, Musik oder Reimen verbunden ist. Spiele trainieren den handlungsbezogenen Sprachgebrauch. Interessierte Eltern können plattdeutsche Texte, die gelernt werden, mit nach Hause nehmen und dort mit den Kindern vertiefen – oder von ihren Kindern Platt lernen.

Das Erzieherinnenteam betont, dass das mehrsprachige Konzept eine Möglichkeit ist, die plattdeutsche Sprache zu erhalten und zugezogene Kinder zu integrieren. Im Moment wird nach traditionellen plattdeutschen Kinderliedern und Kinderreimen gesucht. Wer hier weiterhelfen kann, wende sich bitte an den Kindergarten Klecks, Conrebbersweg 49, Leer (Tel.: 0491-5025).

Written on Juli 1st, 2007 , Diesel Info

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