De eerste Warkeldag 2006 van de oostfreeske Schrieverslü hett an de 4. Märt west. Un as alltied sünd de Schrievers in Auerk in ‘t Europahuus binannerkomen. Wat daar geböhrt is: Warkkritik, neje Ideen. De Bericht hebben wi noch neet.

Warkkoppel Oostfreeske Schrieverskes un Schrievers

An 10 Juni komen de Schrievers maal sooo binanner, för Pläseer. Ok an Saterdag, de 2. September un Saterdag, de 2. November drapen wi uns in dat Europahuus. Smaals mörgens um Klock negen. Wi hopen, dat wi för uns Leden weer ‘n goden Programm tosamenstellen könen. An de 10. Juni muchen wi, dat wi uns maal waaranners drapen. Wi denken daar an ‘n komodigen Dag mit Lesen, Musik un alls wat daar so tohört. Waar dat is, daar warken wi an. Överall in uns Kuntrei weren uns Schrievers unnerwegens un hebbt lesen. In Grootfehn Karin Angela Peters. Wilhelm Engelken in Esens un Dornum. In Freebörg un in Jever geev dat Krimiavende mit Regine Kölpin, Christiane Franke, Manfred Schmidt un Annegret Neunaber. In Leer hett Johannes Diekhoff bi „Hoog un Platt in ‘t Klottjehuus“ Rilkes lyrische Ballaad up Plattdüütsk „De Wies van Leevde un Dood“ leest. In Ollersum in ‘t Klottjehuus Andreas Gerdes. Ubbo Gerdes in Horumersiel. Ik denk, dat noch vööl mehr Schrievers mit hör Warken unnerwegens weren. Dit sull ok man blot ‘n lüttje Utwahl wesen un wiesen, dat uns Schrievers vööl unnerwegens sünd un geern komen, wenn un waar se bruukt worden. An de 17. Märt is weer „Hoch un Platt im Wallinghuus“. Lesen doont ditmaal Annegret Neunaber ut Etzel (Plattdüütsk) un Werner Hessing ut Nörden (Hoogdüütsk). In Weener word upstünds „‘n Krimi up Platt“ dreiht. Ik glööv, de heet „Up ‘n Hund komen“. De Vörlaag daarför hett uns Schriever Manfred Schmidt ut Esens levert. Maal sehn, wat daarbi rutsuurt. En moje Vörjahrstied wünskt Jo Ubbo Gerdes



De Wilhelmine-Siefkes-Pries van de Stadt Leer geiht 2006 an Arend Remmers för sien Book „Von Aaltukerei bis Zwischenmooren – Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade“ Arend Remmers is Theologe un Philologe, he stammt ut Oostfreesland un leevt in NRW. He hett al mehr Boken un Schriften over de plattdüütse Taal verfaat. So hett he dat Plattdüütsk van Moormerland unnersöcht, un ok over de olle freeske Taal en Bookj e maakt De Wilhelmine-Siefkes-Pries word in en Fierstünne in ‘t Raadhuus in Leer utgeven, de Dag steiht noch neet fast. Dat Book gifft dat bi de SCHUSTER-Verlag in Leer. Un in de oostfreeske Bookhannel.



Well kann in DIESEL schrieven? Elk un een kann sien /hör Texten stüren. Dat neet all dat ofdrücjt word, wat binnenkummt, dat versteiht sük. Wi hebben ja blot 32 Sieden, un ’n paar daarvan sünd besett. Man elk hett ’n Kans. ’n heel Riege Schrieverslü fung bi DIESEL an un hett later ’n Pries kregen un ’n Book rutbrocht. Am leevsten hebben natürelk oostfreeske Texten, um dat 90% van uns Lesers Oostfresen sünd. Man DIESEL steiht open för Texten ut all Kuntreien, wenn se man good sünd. Un wat is good? Well dat weet… To dat Thema hett dat al mennig Warkeldag geven. —- Wat Ji maken mutten: Schreiven. Moi was dat, leve oostfreeske Schrieverslü, Ji kunnen Jo maal ’n Thema vörnehmen. Dat hebben de Lesers geern!

Written on Februar 22nd, 2006 , Ostfriesische Autoren

Heinrich Heine? Well is dat? — Kann angahn, dat di dat tegenkummt.
Man „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten?“, dat kennt elk un een.
Un dat hett Heine schreven! — Gerd Theis ut Groningerland hett daar ’n Parodie to maakt. Disse Text hebben wi dör Henk Scholte in de Hand kregen.
Un Carl-Heinz Dirks hett de Text in ‘t oostfreeske Plattdüüts brocht.

Treckfahrtdeepster Lorelei
vertaalt van Carl-Heinz Dirks

Ik weet neet, wat sall dat bedüden,
dat ik so mieserig bün;
’n Vertellsel ut heel olle Tieden
dat geiht mi man neet ut de Sinn.
kold over ‘t Deep un ‘t word düüster,
‘t alles in Rüst, groot un kleen,
De Reling van Schipp is heel düdelk
in ‘t spegelklaar Water to sehn.

De Schipper sien arigste Wichtje
van achtteihn of negenteihn Jahr,
dat steiht in hör schaapwullen Liefje
un kammt sük hör strohblonde Haar.
Se kammt dat in lange Strappen
un singt sacht en Liedje daar bi,
se singt van de Leevde, van ‘t Scheden…
De Snicke fahrt nett hör vörbi.

De Jung steiht d’r achter an ’t Rohr
un röppt „Goden-avend-tosaam!“
He kickt neet vörut na de Brügge,
he sücht blot dat Wicht up de Praam.
Se seggen, he is mit sien Bregen
liek tegen de Brügg tegenslaan,
un dat hett mit hör Singen
de Schipper sien Wichtje hum daan.

Praam; Snicke: olle Schippstypen

Wi danken Henk Scholte, dat he uns dit Lied vörsungen un de Text tostüürt hett.
De Melodie kennen wi, un nu laat uns man driest singen!
Gerd Theis hett ok de Text van dat „Groninger Lied“ maakt, dat
Tegenstück to „In Oostfreesland is ‘t an besten“ van Enno Hektor.

Written on Februar 22nd, 2006 , Diesel Texten

 BEVENSEN. An dat 3. Week-Enne in d’ Septembermaant kummt PLattdüütsland daar binanner. Siet 1948 al. Fröher ehrder ‘n Dichtertagung, is "Bevensen" vandaag de Tosamenkummst van all de Lü, de up ‘t Rebett van Plattdüüts besig sünd.
Up Düüts hebben wi hier de Geschichte van de Bevensen-Dagfahrt..    
Am dritten Wochenende im September findet seit 1948 traditionell in Bad Bevensen in der Lüneburger Heide eine „Jahrestagung für Niederdeutsch“ statt, die ursprünglich für niederdeutsche Autoren/innen gedacht war, inzwischen aber zum Jahrestreffen von Menschen ausgeweitet worden ist, die sich als Autoren/innen, Schauspieler, Lehrer, Journalisten oder Sprach- und Literaturwissenschaftler schriftlich und mündlich mit der plattdeutschen Sprache und Literatur beschäftigen. Zu der ersten "Bevensen-Dagfohrt" kam es auf Initiative der „Heidjer Speeldeel“. Die Mitglieder dieser plattdeutschen Laien-bühne wollten zunächst nur die Autoren kennenlernen, deren Stücke sie gespielt hatten, und sie luden sie deshalb 1948 zu ihrem Stiftungsfest nach Bevensen ein. Man beschloss, sich in den folgenden Jahren wieder zu sehen, zumal es einen solchen Treffpunkt für alle Plattdüütschen in Norddeutschland bisher nicht gegeben hatte und das Bedürfnis nach Kommunikation in der Nachkriegszeit besonders groß war. Zu den Autoren kamen bald Wissenschaftler, Redakteure, Verleger, Lehrer und Angehörige niederdeutscher Bühnen hinzu, die „Bevensen“ seit nunmehr über 50 Jahren immer wieder als Vortragsort, als niederdeutsche Nachrichtenbörse oder als Diskussions- und Gesprächsarena zu schätzen wissen.
Motoren dieser Bewegung waren der heimische Autor Fritz Völker und Hermann Quistorf aus Hamburg, der die Tagung in den ersten zehn Jahren leitete.
Die nachfolgenden Vorsitzenden der Bevensen-Tagung waren:
Hans Henning Holm (Hamburg, 1960) – Johannes Saß (Hamburg, 1961) -
Wolfgang Lindow (Bremen, 1972) – Hein Bredendiek (Oldenburg, 1975) -
Elisabeth Meyer-Runge (Kiel, 1978) – Dirk Römmer (Hamburg, 1981) -
Traute Dittmann (Syke, 1987) – Erhard Brüchert (Edewecht, 1993) -
Ingo Sax (Hamburg, 1995)- Carl-Heinz Dirks (Emden/Rotenburg (W.) 2003…
Die Stadtverwaltung Bad Bevensen erkannte früh den kulturellen und publizistischen Wert dieser Tagung und leistet bis heute wertvolle Hilfe und Unterstützung bei der Organisation und der Bereitstellung von Unterkünften und Tagungsräumen. Nach Erstellung eines modernen Kurzentrums in Bad Bevensen ist dieses zum regelmäßigen Tagungsort geworden. Hier stehen der große Kur- und Theatersaal ebenso wie mehrere Vortrags- und Arbeitsräume zur Verfügung. Das „Haus Arbeitssicherheit“ war lange Zeit jeweils am dritten September-Wochenende für die Übernachtung der Bevensengäste reserviert. Danach war für ein paar Jahre das Stresemann-Institut in Medingen Übernachtungsplatz, seit 2005 wohnen die Mitglieder und Gäste im Golfhotel nahe dem Kurhaus.
In den 50-er Jahren kam es noch zu Begegnungen der Niederdeutschen aus Ost und West, die aber 1957 von Seiten der DDR nach mehreren gemeinsamen Veranstaltungen abgebrochen wurden und erst 1987 wieder aufgenommen werden konnten. Nach der Wende im Jahre 1989 ist die Bevensen-Tagung – wie schon im Jahre ihrer Gründung 1948 – wieder zum Zentrum für alle Plattdeutsch-Aktiven zwischen Rhein und Oder, Harz und Förde geworden.
Der Verein hat ca. 200 Mitglieder, wobei auch stets Gäste zu den Tagungen eingeladen und willkommen sind. Mitglieder und Gäste kommen sogar aus den Niederlanden, Belgien und Schweden. Der Verein hat sich laut Satzung die Aufgabe gestellt, mit niederdeutschen Autoren, Wissenschaftlern, Vertretern niederdeutscher Vereinigungen unterschiedlicher Aufgabenbereiche und Freunden des Plattdeutschen sachbezogene Arbeitstagungen durchzuführen und die Diskussion um das Niederdeutsche in der Öffentlichkeit zu aktivieren. Der Aufgaben- und Arbeitsbereich des Vereins ist dabei nicht begrenzt.

Hier eine Aufstellung der Tagungsthemen von zweinundzwanzig Bevensen-Tagungen:
1985: Wat du schriffst, dat blifft! (Vom Umgang mit Dichternachlässen)
1986: Dialekt – Lied – Poesie
1987: De een sien Uul – de annern sien Nachtigall. (Literatur und Literaturkritik)
1988: Plattdüütsch Theater – Theater up Platt?
1989: Spraak in de Region.
1990: Plattdüütsch Leed.
1991: PLATTDÜÜTSCH Literatur – plattdüütsch LITERATUR.
1992: Schrievers in uns Tiet. (Autoren als Zeitzeugen)
1993: Frömde bi uns – Wi in de Frömde.
1994: Man de Leev…
1995: Nedderdüütsch för Kinner un jung Lü
1996: In’n Noorden nix Nieges?
1997: De Welt is ‘n Dörp – 50 Jahr Bevensen
1998: Översetten in Platt – bruukt wi dat?
1999: De „Charta“ …- Man doon is ‘n Ding
2000: An’ne Eck steiht mien Leevsten up Herrn Pastor sien Kauh
2001: „William, maak da keen Drama van!“
2002: „Dichter ran“ („Dichter herbei!“ oder „Seht mal genauer hin!“
2003: Ik bün ja so slecht (Die dunklen Seiten des Plattdeutschen)
2004: De Tied schrifft (Zeitschriften und Zeitgeist)
2005: As ‘n Fisch in’t Net(t) – (Platt as Nettwark un in ‘t Internet)
2006: Greetken: "Woanns höölst du ‘t mit de Religion?"

Zu den jeweiligen Tagungsthemen werden vom Vorstand mehrere Fach-Referenten eingeladen. Die Tagungsteilnehmer haben darüberhinaus die Möglichkeit, sich an Arbeitskreisen oder Werkstattgesprächen in kleineren Gruppen zu beteiligen. Am Freitagabend oder Sonntagmorgen findet die feierliche Übergabe des jeweiligen Preises der Bevensen-Tagung statt, und am Sonnabend ist traditionell der Theaterabend mit der Aufführung einer beispielgebenden, niederdeutschen Inszenierung im Kursaal von Bad Bevensen.
Nach jeder Tagung werden die Vorträge, Diskussionsprotokolle, Kritiken und literarischen Texte in einem Berichtsheft abgedruckt und an die Teilnehmer, Mitglieder und Gäste, versandt. Ein im Jahre 1987 zusammengestellter Chronikband enthält Zeugnisse aus dem Zeitraum 1948 bis 1955, für den bis dahin noch keine Hefte vorlagen. In einem zweiten Chronikband, der 1988 erschienen ist, sind Anekdoten, Bilder und Briefe aus vierzig Jahren Bevensen-Tagung veröffentlicht.
Im Rahmen der Tagung findet alljährlich eine Preisverleihung statt. Folgende Preise wurden jeweils im Wechsel vergeben:

BAD-BEVENSEN-PREIS: für vokale und instrumentale Gestaltung und Interpretation niederdeutscher Texte. (4000,- DM)
JOHANNES-SASS-PREIS: für Sprach- und Literaturwissenschaft und Volkskunde. (3000,- DM)
HANS-HENNING-HOLM-PREIS: für niederdeutsche Hörspiele. (3000,-)
Nach einigen Veränderungen ist der Stand zur Zeit so:
2005: HANS-HENNING-HOLM-PREIS: für niederdeutsche Hörspiele. (2000,- €), finanziert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung
2006 BAD-BEVENSEN-PREIS: für vokale und instrumentale Gestaltung und Interpretation niederdeutscher Texte. (2000,- €), finanziert von der Stadt Bad Bevensen.
2007 Preis für plattdeutsche Aktivitäten von, für und mit Kindern und Jugendlichen. Gesponsert von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.
2008 JOHANNES-SASS-PREIS: für Sprach- und Literaturwissenschaft und Volkskunde. – Bislang gesponsert von der Volksbank, unbeschadet vieler Fusionen im Bereich der Heide.

Mit seiner Jahrestagung strebt der Verein "Bevensen-Tagung e.V." zusammengefasst folgende Ziele an:

a) Der literaturkritische Aspekt: Gespräch und Kritik über literarische Texte und Sprachprodukte in niederdeutscher Fassung aus Vergangenheit und Gegenwart.

b) Der kommunikative Aspekt: Die Zusammenführung von und die Solidarität zwischen Menschen verschiedener Berufe, die sich einem bestimmten, literarischen und sprachlichen Bereich unserer Vergangenheit und Gegenwart verschrieben haben, nämlich der alten Kultursprache in Norddeutschland – und der Zukunft dieser Sprache mit gewandelter Funktion.

c) Der kulturpolitische Aspekt: Die Durchsetzung gemeinsamer Ziele bei der Bewahrung, Pflege und Verbreitung der niederdeutschen Sprache und Literatur in den norddeutschen Bundesländern. Dabei ist die Zusammenarbeit mit dem Institut für niederdeutsche Sprache, den „Landschaften“, den Universitäten, den Medien, Sprach- und Autorenvereinigungen.

Im Jahre 2007 wird die Bevensen-Tagung ihre sechzigste „Dagfahrt“ durchführen. Sie dürfte somit wohl die älteste, regelmäßig stattfindende Literaturtagung in der Bundesrepublik Deutschland sein. Und zugleich bietet sie das einzige Diskussionsforum, das sich mit allen Teilbereichen des Niederdeutschen befasst, neben der Literatur dem Theater, den Medien, der Schule, der Politik – und natürlich der Sprache selbst.

Written on Februar 18th, 2006 , Bevensen Dagfahrt

De neje DIESEL is daar! Nr. 55, de Winter-un-Vörjahrsdiesel.
Mit völe moje Texten. Een daarvan heet

"Schöfeln", schreven van Hilde Frauke Wichmann:

Wat wassen dat noch för Tieden. Do wassen de Sömmers noch Sömmers, mit Warmte un Hitt, wekenlang, un de Winters noch kold mit Sneei un Ies un klare Fröst. Un dorbi fallt mi ok futt dat Schöfeln in.
Ik bün wall een van de, de "mit Schöfels unner" geboren wurren, so verseten was ik dorup.
Groot worden bün ik up d’ Hoff up Saagmöhlen, de ‘n Enn buten ‘t Loog an d’ Ditz’mer Deep lagg. Un dorvan kwamm ‘t ok, dat ik al heel froh schöfeln lehrt hebb: Achter ‘n Stohl an, up Deep. Mien Papa see dann: "So, nu man to, sacht an." Un du denkst, dat geiht neet, man nah un nah kannst di uprecht hollen, un tomaal kannst mit de Dinger lopen.
Un do kreeg ik dor ‘n Heidenpläseer an, dat Tegendeel van mien Bröör, de gaar neet schöfeln much.
Intüsken wassen wi midden in ‘t Loog to wohnen komen, dor hebb ik mi swaar an wennen kunnt, man to ‘n Glück wassen dat na d’ Deep ok blot ‘n paar Tree. Up Saagmöhlen, up uns Sied, wohnde nu mien Kusien, dor gung ik faak hen. Dat is ok alltied "mien Saagmöhlen" bleven.
Ik was wall so elven, un weer was dat en strenge Winter. Elker Mörgen froog ik mien Papa: Dür ik up Deep? Lulu schöfelt dor al."- Dann see mien Vader: "Ja, dat is ok ‘n Waaghals, man laat dat man noch even. twee, dree Nachten knallern, wenn d’r dann mehr Lü up sünd, is d’ Deep ok fast. un hollt."
Man, wat ‘n Gewacht! Up Sloten of Flackjes, wor ‘s all overnanner strumpelden, dat was nix för mi. Mien Breinermoormers wachtden, wassen slepen un harren faste Bannen. (Nahderhand harr ik sogaar Hollanner Langlopers!)
Ennelk was ‘t so wied: Verlaatjers wassen d’r! Dat sprook sük gau rum: Dann was de Deep fast! Mien Papa harr sük overtüügt: Ja, dat stimmde. (En Deel Verlaatjers harren do al Halifaxen, "Schruvendampers", na mien Dünken kunnst daar aver neet so "smüdig" mit loper. as mit uns "ollerweltsken".)
Nu was d’r up Deep wat löss: Kinner un Groten, elk, de sük eets freeimaken kunn, was up Schöfels. Lüttjen, de dat lehren sullen, all Ogenblick full ok een up sien Hintersten, annern, de al ‘n bietje kunnen, wassen fix an ‘t öven, Paaren, de mitnanner over Krüüz lepen, harren watmaals de hele Bahn in. Dat sach di moi ut! Of dat en Schöfelbruud was? Wat Lü schöfelden so moi mit Hannen up Rügg, een Stück Enigheid.
En jung Mann ut Pogum, dat weet. ik noch, kunn so fix un moi swieren, mit extra lang Sneden, dat all Lü hum nakeken. Ik was vull van Bewunnern: Dat was noch maal wat!
Upmaal knackde dat so, un so ‘n besünner Klang was to hören: Dann kwamm d’r mit Sekerheid ‘n heel Rieg Schööflers an, ‘n Slang, dat was ‘n moi Ankiek. De besünner Klang was dat "Singen" van de Lempen up ‘t Ies, dat hebb ‘k vandaag noch in ‘t Ohr. Ik was smaals heel andachtig un gung moi bisied.
Dat fröste Weer hull an. Dann kwamm ‘t meesttieds so: De Verlaatjers brochen en Schöfel -un hungen hum in d’ Gaststuuv bi Mertens up. Dat heetde: Wi willen Weddschöfeln mit jo maken.
Dat nammen de Ditzmers natürelk futt an, un de Dag wurr fastsett. De Schöfel muss ja weer torüqg! Dat was dann en Stimmung as bi ‘n Volksfeest. An so ‘n Dag harren ok de Bahnfegers stramm to doon un kregen mennig Bahngroskens. Wat mi dor noch to infallt, is, dat de Lü anhollen wurren, neet all up en Drubbel to stahn, dat Ies dürs neet overlast worden! Well smaals wunnen hett? Weet ik neet mehr, man schöfeln kunnen de jung Keerls all, nettgliek, of van Ditz’m of Verlaat.
Wenn mien Schöfels neet good satten, gung ik wall na ‘n Bahnfeger hen, fragen much ik neet, hull hum aver ‘n Fievpennensstück in d’ Mööt. Dann dürs ik mi up de Bank setten un kreeg de Schöfels stramm unner. Dat dee sehr, wenn de antruck, aver dat hull!
So, un nu wieder na d’ Saagmöhlen, Hannchen, wat mien Kusien is, ofhalen. Se was ok bi Huus up Schöfels, so, as ik dat hoopt harr. "Löppst ‘n Endje mit ?“, froog ik hör. "Jaaa, wor wullt dann hen?", kwamm d’r van Hannchen. "Och, even sehn, ‘n Endje wieder."
Un dann, wenn wi achter d’ Saagmöhlen um d’ Dreih wassen un ik nett so recht in Fahrt kwamm, see Hannchen: "Ik gah neet wieder mit, ik gah nu na Huus."
Ik see ‘t al: Mien Bröör much neet schöfeln, un all de annern ut mien Klass, de ik froog: Nee, neet so wied!
So kwamm ik an mien allennige Schöfelturen hen na d’ Hammerk, wat egentlik Aaltuckereei heet, elker Dag veer Kilometer hen un veer Kilometer torügg!
Van mien Papa harr ik een Grosken mitkregen, (buten de fiev Pennens), dor dürs ik mi wat för kopen up Hammerk bi Südhoff in d’ Laden. De lagg futt an de hoog Brügg over d’ Landstraat na Verlaat un Bunn’.
He harr mi düdelk mit up Padd geven: "Unner de lüttje Brüggen musst du uppassen, wenn dat dor to puttjerg is, qah over Land, wenn di neet seker büst, gah umto! Un tegen ‘t Düüsterworden weer in Huus wesen." – "Ja, do ik!" Dat wull ik ok ja sülmst. Dann reep he mi noch na: "Verlees dien Handskes neet, de Fingerbieter geiht um!" Wall wahr, dat froor ok over Dag noch fix.
Ik was nu unnerwegens, alleen, allman wieder, de Schöfels satten fast unner un lepen, as van sülmst. Wat ‘n grootaardig Geföhl!
Tüskenin, wenn d’r nett nüms ankwamm, kunn ik dat Swajen maal proberen, so mit lang Sneden uthalen as de Groten. Dat gung al good, un ik föhlde mi heel wat. Man lang kunn ik mi dor neet mit uphollen. Ik was smaals neesgierig, un ok ‘n bietje bang, wo ‘t na de nahste Dreih utsach. Aver dat Ies was dörgahns good: Qk dor wassen kien depe Schören; kien Sneeiies un ok kien Huppels. Blot an de Kanten gaff dat Steden mit overfroren Water, aver dor muss ik ja neet langs! Moi in d’ Midden blieven!
Na ‘n good Sett kwamm de eerste Till in Sicht. Ik weet dat neet mehr genau, man ik meen, dat ik eerst maal bit heran schöfelt bün, dann kunn ik ja sehn, of dor Spören van anner Schöflers wassen, dann dürs ik dor ja ok Iangs: Smaals mit ‘n Anloop un up Huukje d’r unnerdör.
Wat benaut. was mi ‘t doch tomoot, dor was ‘t puttjerg! Unner de holten Brüggen was Schuul, dor was ‘t warmer, dor kunn de Fröst neet so hart griepen.
Man de annern wassen ja ok…
‘t gung alltied good, aver dat Geföhl, wo blied ik was, wenn ik d’r unnerlangs was, kenn ik nu noch.
Nu gung ‘t wieder, neet groot utrüsten, dorför was ‘t ok to kold.
Wat good; dat de Bannen hullen, dat was ‘t, wor ‘t up ankwamm. Mit stiev Fingers was dat ok Malöör.
Wenn dat doch maal passeerde, dat. ik na±recken muss, dann, harr mien Papa seggt: "Dann stellst di hen un haust. di ‘n paarmaal um de Ribbens to, dat warmt. Was ok so.
Unner twee Tillen noch unnerdör, do sach ik ok al in de Feernte de Brügg van Ditz’mer Hammerk.
En sünnerbaar Geföhl, in en anner Dörp, in "d’ Frömde," up Schöfels antokomen! Un dann noch an Land willen!
Gröttste Nood: Schöfels unnerweg! Kreeg ik de weer fast unner? Qf kunn ik dor mit. lopen, de Kant umhoog, un dürs man dormit in Laden?
Unner weg, reselveerde ik. Dunnerkiel, ik kunn haast neet stahn un al gaar neet lopen, man dat gaff sük na ‘n Settje.
Un nu in Laden: "Moin…"
"Moin", see Froo Südhoff, "du büst ja wall neet van hier?" – "Nee, ik bün ut Ditz’m! " – "Büst du heel alleen hier?" – "Ja, Se kennen aver mien Papa." Un so gung dat, bit se ‘t all wuss, un dann ennelk kreeg ik för mien Grosken de Amerikaner, wor ik so ‘n Gelüst up harr. Un umdat se mien Papa kennde, kreeg ik sogaar een mit Zückerlaa, un neet blot ‘n witte.
So, dat harr sük lohnt.
Aver nu muss ik ok futt up Rüggtuur Ik was dörwarmt, harr dat Backwark genoten, un nu weer up Deep, Schöfels unner: Da± gung, ik kreeg de Bannen sogaar fast!
Weer um, weet ik noch, gung ‘t ‘n heel Enn gauer: Oh, kiek, de eerste Till! Un unnerdör! Al bold de tweede, ok schiert! Dat schöfelde sük so moi: ‘t gung up Huus an! Gau kwamm ok de darde Till, unnerdör, un dann hum d’r langs hollen, de paar Dreihen, un anners allman liekut.
De Sünn gung weg, ‘t truck weer an, wurr noch koller!
Bold kwamm ok "mien Saagmöhlen" in Sicht, dat dee good. Dat was tröstelk, wenn ik dor Lücht sach. An Deeps Sied wohnde mien Vedder Hermann mit Ollen un Grootollen, de dat hele Wark hörde.
Nu noch ‘n Endje. Ditz’m kunn ‘k al sehn, ‘t was an ‘t Düüsterworden, ‘n heel besünner Lücht! Un ok ‘n besünner Geföhl: Weer in Huus! Haast as in Traan de Schöfels unnerweg, Deeps-Trappen umhoog, un stolt un blied un nu upmaal ok möi strumpelde ik na Huus, recht lopen kunn ‘k neet mehr.
In Huus: "Oh, büst d’r weer?" Ik see dann blot van: "Mien Hannen!"
Nu kwamm de Saak, de man dörhollen mutt: De iesekolle Hannen in warm Water, de dann dörkellden, bit d’r weer Geföhl in kwamm! Dat dee verflixt- sehr, man dorna wassen ‘s warm. Un nu dürs ik mit Foten in Braadovend! Dat was ‘n moi Belohnen. Dann gaff ‘t Tee, un wat smoken de braden Tuffels di lecker!
Well nu aver meent, dat ik genoog harr van Ies un Koll un Schöfeln, de meent verkehrt!
Ik see ‘t al: Schöfeln, dat was mien Ding! Un anner Dag gung ‘t weer na d’ Hammerk, veer Kilometer hen…

Written on Februar 18th, 2006 , Diesel Texten

Bevensen Dagfahrt, waar de Plattdüütsen binannerkomen.
TERMIN 2006: 3. Week-Enn September: 16 / 17 / 18. Sept.
Motto: "Greetken fraagt: Woans höllst du ‘t mit de Religion"
    Bevensen-Dagfahrt
Greetken fraagt: Woans höllst du ‘t mit de Religion

Alltied hebben Pastoren Platt schreven, Woordenboken maakt, de Bibel oversett.
Religion, dat heet ok: Islam, Jöden, – un ok woll: gaer keen Religion.
Dat Thema sall ja woll bannig aktuell wesen, dücht uns.
Dat gifft 2006 weer de Stadt-Bevensen-Musik-Pries.
Un 2007 denn för ‘t eerste Maal ‘n Pries för Kinner-un Jugendliteratur un Aktivitätern för un mit un van Kinner. Utgeven van de Spaarkassenstiftung.

Bevensen Dagfahrt, waar de Plattdüütsen binannerkomen.
TERMIN 2006: 3. Week-Enn September: 16 / 17 / 18. Sept.

Written on Februar 7th, 2006 , Bevensen Dagfahrt

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